Jul 8, 2020 | Kubernetes, Tutorial

Kubernetes Nodegroups verwalten

von

Seit dieser Woche können unsere Kunden das „Nodegroup-Feature“ für ihre NWS Managed Kubernetes Cluster nutzen. Was sind Nodegroups und was kann ich damit bewerkstelligen? Das und mehr erklärt unser siebter Blogpost der Serie.

Was sind Nodegroups?

Mit Nodegroups ist es möglich, mehrere Kubernetes-Node-Gruppen zu erstellen und unabhängig voneinander zu verwalten. Eine Nodegroup beschreibt eine Anzahl von virtuellen Maschinen, die als Gruppe diverse Attribute besitzt. Im Wesentlichen wird bestimmt, welches Flavor – also welches VM-Modell – innerhalb dieser Gruppe verwendet werden soll. Es sind aber auch andere Attribute wählbar. Jede Nodegroup kann unabhängig von den anderen jederzeit vertikal skaliert werden.

Wieso Nodegroups?

Nodegroups eignen sich, um Pods gezielt auf bestimmten Nodes auszuführen. Es ist zum Beispiel möglich, eine Gruppe mit dem „Availability-Zone“-Attribut zu definieren. Neben der bereits bestehenden „default-nodegroup“, die die Nodes relativ willkürlich über alle Verfügbarkeitszonen verteilt, können weitere Nodegroups erstellt werden, die jeweils nur in einer Verfügbarkeitszone explizit gestartet werden. Innerhalb des Kubernetes Clusters kann man seine Pods in die entsprechenden Verfügbarkeitszonen bzw. Node-Gruppen aufteilen. Ein weiteres mögliches Szenario ist es, seine Nodegroups nach schnellen und langsameren VMs einzuteilen. Services und Anwendungen, die keine besonderen Ansprüche erheben, können der langsameren und somit meist auch günstigeren Nodegroup zugewiesen werden, während Pods mit mehr Anspruch ausschließlich auf schnellen Nodes betrieben werden. Der eigenen Fantasie und den eigenen Voraussetzungen wird durch die gewonnene Flexibilität Genüge getan. Neue Nodegroups lassen sich bequem über das NWS Web-Interface anlegen: Existierende Nodegroups anzeigen Im ersten Bild sieht man unseren exemplarischen Kubernetes Cluster „k8s-ses“. Dieser verfügt aktuell über zwei Nodegroups: „default-master“ und „default-worker“.   Neue Nodegroup erstellen Eine neue Nodegroup lässt sich über den Dialog „Create Nodegroup“ mit folgenden Optionen erstellen:

  • Name: Name der Nodegroup, der später als Label für K8s genutzt werden kann
  • Flavor: Größe der eingesetzten virtuellen Maschinen
  • Node Count: Anzahl der initialen Nodes, kann später jederzeit vergrößert und verkleinert werden.
  • Availability Zone: eine spezifische Verfügbarkeitszone
  • Minimum Node Count: Die Nodegroup darf nicht weniger Nodes als den definierten Wert beinhalten.
  • Maximium Node Count: Die Nodegroup kann auf nicht mehr als die angegebene Anzahl Nodes anwachsen.

Die zwei letzten Optionen sind insbesondere für AutoScaling ausschlaggebend und begrenzen somit den automatischen Mechanismus. Anschließend sieht man die neue Nodegroup in der Übersicht. Die Provisionierung der Nodes dauert nur wenige Minuten. Jede Gruppe lässt sich zudem individuell in ihrer Anzahl jederzeit verändern oder auch wieder entfernen.  

Nodegroups im Kubernetes Cluster verwenden

Innerhalb des Kubernetes Clusters kann man seine neuen Nodes, nachdem sie fertig provisioniert wurden und einsatzbereit sind, sehen. 

kubectl get nodes -L magnum.openstack.org/role
NAME                                 STATUS   ROLES    AGE   VERSION   ROLE
k8s-ses-6osreqalftvz-master-0        Ready    master   23h   v1.18.2   master
k8s-ses-6osreqalftvz-node-0          Ready    <none>   23h   v1.18.2   worker
k8s-ses-6osreqalftvz-node-1          Ready    <none>   23h   v1.18.2   worker
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-0   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-1   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-2   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-3   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a
k8s-ses-zone-a-vrzkdalqjcud-node-4   Ready    <none>   31s   v1.18.2   zone-a

Die Node-Labels magnum.openstack.org/nodegroup und magnum.openstack.org/role tragen bei Nodes, die der Gruppe zugehörig sind, den Namen der Nodegroup. Zudem gibt es noch das Label topology.kubernetes.io/zone, das den Namen der Availability Zone trägt. Mit Hilfe des nodeSelectors können Deployments oder Pods den Nodes bzw. Gruppen zugeordnet werden: 

nodeSelector:
  magnum.openstack.org/role: zone-a

  Du möchtest Dich selbst davon überzeugen, dass Managed Kubernetes bei NWS so einfach ist? Dann probiere es gleich aus auf: https://nws.netways.de/de/kubernetes/

Erhalte den nächsten Artikel

Mehr Artikel in Kubernetes | Tutorial
NWS Kubernetes Playground Jetzt Verfügbar

NWS Kubernetes Playground Jetzt Verfügbar

Wir freuen uns, Dir heute unseren brandneuen NWS Kubernetes Playground präsentieren zu können! Die interaktive Plattform hilft Dir dabei, Neues über cloud-native Technologien zu lernen, Dein Wissen und Selbstvertrauen in der Arbeit mit Kubernetes auszubauen, und eine...

Ingress-NGINX mit Cert-Manager absichern

Ingress-NGINX mit Cert-Manager absichern

In einem der ersten Tutorials auf unserer Seite haben wir dir gezeigt, wie du Ingress-NGINX in deinem Cluster installieren und einrichten kannst. Heute gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns an, wie du Ingress-NGINX und deine Services mit Hilfe von...

Migration von Servern auf VMware zu OpenStack

Migration von Servern auf VMware zu OpenStack

In diesem Tutorial befassen wir uns mit der Migration von Servern auf VMware zu OpenStack. Nach der kürzlichen Übernahme VMwares durch Broadcom haben in den vergangenen Wochen viele kleinere Cloud Service Provider (CSPs) Mitteilung zur Kündigung ihrer Mitgliedschaft...

Meistere Kubernetes mit Cilium: Traffic Filterung auf L7 Basis

Meistere Kubernetes mit Cilium: Traffic Filterung auf L7 Basis

Mit der neuen Version des Cilium CNI auf unserem Kubernetes-Service erhältst Du die Möglichkeit, den Datenverkehr anhand von L7-Eigenschaften zu filtern. Das ist normalerweise Service-Meshes vorbehalten und kann bei der Sicherheit deiner Dienste sehr hilfreich sein....

Terraform und OpenStack

Terraform und OpenStack

Viele von Euch sind vermutlich bereits mit der Verwendung von Terraform in Kombination mit Azure oder AWS vertraut. Und obwohl dies die am häufigsten verwendeten Plattformen sind, gibt es - oftmals im Bezug auf Datenschutz (DSGVO) - Unwägbarkeiten und somit weiterhin...

Dynamic Inventory – Eine Ansible und OpenStack Lovestory

Dynamic Inventory – Eine Ansible und OpenStack Lovestory

Für diejenigen unter euch, die mit Ansible möglicherweise nicht allzu vertraut sind: Es ist ein großartiges Tool, um in die Welt der Automatisierung einzusteigen und erleichtert euer Leben im Konfigurationsmanagement erheblich.   Die Kennenlernphase In diesem Tutorial...

ReadWriteMany (RWX) mit dem NFS Ganesha Provisioner

ReadWriteMany (RWX) mit dem NFS Ganesha Provisioner

Einführung Du hast die Anforderung, dass Deine Anwendung für eine Lastverteilung über mehrere Nodes skalieren muss, aber Zugriff auf ein gemeines PVC benötigt? Zu diesem Zweck benötigst Du ein PVC welches RWX-fähig ist. Im Rahmen unserer Managed Kubernetes Cluster ist...

Persistente Volumes in Kubernetes vergrößern

Persistente Volumes in Kubernetes vergrößern

Du willst ein PersistentVolume (PV) in Kubernetes vergrößern? In diesem Blogeintrag erfährst du wie das funktioniert. Was PVs sind und wie man diese anlegt wird im Tutorial Persistente Volumes in Kubernetes erstellen erklärt, auf welchem das vorliegende Tutorial...

Wie Du Deine NETWAYS Managed Database startest

Wie Du Deine NETWAYS Managed Database startest

Im ersten Tutorial hat Sebastian bereits erklärt, was es mit Vitess auf sich hat und welche Möglichkeiten es Dir beim Betrieb Deiner Anwendung, im Vergleich zu einer gewöhnlichen Datenbank, bietet. Im folgenden Text möchte ich nun darauf eingehen, wie Du Dir in...