Die wichtigsten Begriffe im Cloud-Glossar kompakt erklärt

10 Juni, 2026

Nadine Kustos
Nadine Kustos
Marketing Manager

Nadine unterstützt seit Mai 2025 das NETWAYS Managed Service Team. Als Marketing Managerin kümmert sie sich um die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten, um die Produkte optimal am Markt zu positionieren. Auch in ihrer Freizeit darf der kreative Ausgleich nicht fehlen: Neben der Fotografie und dem Tanzen, zählen auch das Malen, Basteln und Sport zu ihren Hobbies.

von | Juni 10, 2026

Cloud Computing bildet die Grundlage moderner IT-Infrastrukturen. Gerade beim tieferen Einstieg begegnen dir unzählige Fachbegriffe – von API über Disaster Recovery bis hin zu Virtual Machines. In diesem umfassenden Cloud-Glossar erkläre ich dir die wichtigsten Begriffe einfach und verständlich.

Die wichtigsten Cloud-Begriffe im Überblick

API (Application Programming Interface)

Eine Schnittstelle, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen. In der Cloud steuern APIs den Zugriff auf externe Ressourcen.

Dabei handelt es sich um einen Programmteil, der auf Quelltext-Ebene von einem Softwaresystem anderen Anwendungen zur jeweiligen Anbindung zur Verfügung gestellt wird. Um eine solche Programmierschnittstelle nutzen zu können, wird in der Regel eine detaillierte Dokumentation der einzelnen Funktionen inklusive ihrer entsprechenden Parameter erstellt.

Warum ist das wichtig?

  • Automatisierung von Prozessen
  • Integration verschiedener Systeme
  • Grundlage moderner Cloud-Anwendungen

Autoscaling

Als Autoscaling wird eine Funktion bezeichnet, die die Anzahl der aktiven Server automatisch an die aktuellen Datenverkehrsanforderungen anpasst.

Beispiel:

  • Viele Nutzer: mehr Server
  • Wenige Nutzer: weniger Server

Ergebnis: optimale Kosten und Performance.

Backup

Als Backup werden Sicherheitskopien bezeichnet, mit deren Hilfe Daten im Falle von Verlust oder Zerstörung (z. B. durch Ransomware) wiederhergestellt werden können.

Die Erstellung von Backups über die Cloud bietet den Vorteil, dass neue Daten in Echtzeit automatisch synchronisiert werden können. Kommt es – aus welchen Gründen auch immer – zu Datenverlust, können sämtliche Informationen, Dateien, Texte, Fotos, Bilder, sensible Daten usw. durch Backups sofort wiederhergestellt werden.

Bandbreite

Als Bandbreite bezeichnet man die Menge an Daten, die über eine Internetverbindung in einer bestimmten Zeit übertragen werden kann.

Central Processing Unit (CPU)

Der Hauptprozessor eines Servers koordiniert die Ausführung von Programmen und Anweisungen und stellt die Rechenleistung bereit.

In der Cloud bedeutet das: Du buchst Rechenleistung in Form von virtuellen CPUs (vCPUs).

Je mehr CPU-Leistung, desto:

  • schneller sind deine Anwendungen
  • höher deine Kosten

Cloud Act

Der Cloud Act ist ein US-Gesetz, das US-Behörden unter bestimmten Bedingungen Zugriff auf Daten von US-Unternehmen erlaubt, selbst wenn diese Daten außerhalb der USA gespeichert sind.

Für dich relevant:

  • Datenschutz
  • Compliance
  • Wahl des Cloud-Anbieters

Cloud-Architektur

Die Cloud-Architektur beschreibt, wie deine Cloud-Umgebung aufgebaut ist.

Bestandteile:

  • Compute (z. B. VMs, Container)
  • Storage
  • Netzwerk
  • Sicherheitskomponenten

Ziel: Eine Architektur, die skalierbar, sicher und effizient ist.

Cloud Computing

Cloud Computing bezeichnet die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Servern, Speicherplatz oder Software über das Internet. Anstatt eigene Hardware zu kaufen, mieten Nutzer Leistungen und zahlen oft nur für das, was sie tatsächlich verbrauchen (Pay-per-Use).

Cloudmigration

Cloudmigration bezeichnet den Prozess, bei dem einige oder alle Ressourcen eines Unternehmens an einen oder mehrere Standorte in der Cloud verschoben werden. Obwohl bei der Cloudmigration häufig Ressourcen von lokalen Standorten auf die Server eines Cloudanbieters verschoben werden, können auch Ressourcen zwischen Clouds verlagert werden. Mehr erfahren.

Cloud Monitoring

Cloud Monitoring hilft dir, deine Systeme in Echtzeit zu überwachen.

Was wird überwacht?

  • Server-Auslastung
  • Fehler
  • Verfügbarkeit
  • Netzwerkverkehr

Dein Vorteil: Probleme werden erkannt, bevor sie kritisch werden.

Cloud Security

Cloud Security umfasst alle Maßnahmen zum Schutz deiner Daten und Anwendungen.

Wichtige Aspekte:

  • Verschlüsselung
  • Zugriffskontrollen
  • Monitoring
  • Compliance

Cloud Storage

Cloud Storage ermöglicht dir das Speichern von Daten in der Cloud.

Typen:

  • Object Storage (z. B. für Bilder, Backups)
  • Block Storage (für Datenbanken und Anwendungsdaten)
  • File Storage (klassische Dateisysteme)

Compliance

Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Standards. Im digitalen Kontext bedeutet das z. B., Datenschutzvorgaben, Sicherheitsauflagen oder branchenspezifische Regularien konsequent zu befolgen.

Beispiele:

  • DSGVO
  • ISO 27001
  • PCI DSS

Für dich wichtig: Gerade in der Cloud musst du sicherstellen, dass alle Anforderungen erfüllt werden.

DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service)

Die Überlastung durch unzählige automatisierte, gleichzeitige Angriffe führt zu einem Zusammenbruch des Netzwerks und damit zur Nichterreichbarkeit des Servers, da Anfragen nicht mehr verarbeitet werden können. Häufig wird dabei der Angriff mithilfe von Schadsoftware oder Bots ausgeführt.

Dedicated Server (dS)

Ein Dedicated Server ist ein physischer Server, der ausschließlich von einer Person oder einem Unternehmen genutzt wird. Er ist sowohl als Root- als auch als Managed-Variante erhältlich und bietet maximale Leistung sowie volle Kontrolle über die Serverressourcen.

DevOps

DevOps vereint Teams, Prozesse und Technologien, um eine kontinuierliche Auslieferung an die Kunden zu ermöglichen. Beim DevOps-Ansatz arbeiten Entwicklung und Betrieb zusammen, um die Auslieferung von Software sowie die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Produkten zu verbessern.

Disaster Recovery

Disaster Recovery umfasst Strategien und Maßnahmen zur Wiederherstellung von IT-Systemen und Daten nach einem katastrophalen Ereignis, wie beispielsweise einem Hardwareausfall, einem Cyberangriff oder einer Naturkatastrophe. Das Ziel besteht darin, die Betriebsunterbrechung zu minimieren und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

Typische Szenarien:

  • Serverausfall
  • Cyberangriffe
  • Naturkatastrophen

DNS (Domain Name System)

Das System, das Domain-Namen in IP-Adressen übersetzt, damit sie von Computern gelesen werden können.

Firewall

Eine Sicherheitsvorrichtung, die den Datenverkehr überwacht und unberechtigte Zugriffe verhindert. In der Cloud wird sie oft durch „Security Groups“ oder „Network Firewalls“ umgesetzt.

GPU (Graphics Processing Unit)

Eine GPU ist auf parallele Berechnungen spezialisiert.

Typische Einsatzbereiche:

  • Machine Learning & KI
  • Datenanalyse
  • Rendering

Für dich wichtig: GPUs sind leistungsstark, aber deutlich teurer als CPUs.

HDD (Hard Disk Drive)

HDDs sind klassische Festplatten mit mechanischen Komponenten.

Vorteile:

  • günstiger Speicher
  • ideal für große Datenmengen

Nachteil:

  • langsamer als SSDs

Hybrid Cloud Computing

Hybrid Cloud Computing ist eine Art des Computing, bei der lokale Rechenzentren mit Cloud-Computing-Produkten und -Diensten kombiniert werden, um Legacy-Ressourcen zu modernisieren. Auf diese Weise können Unternehmen ihre IT-Leistung verbessern, Kosten optimieren und ihre Kapazitäten sofort hoch- oder herunterskalieren.

IaaS (Infrastructure as a Service)

Bei IaaS wird eine sofort einsatzfähige Computerinfrastruktur über das Internet bereitgestellt und verwaltet. Ein Cloud-Computing-Dienstleister verwaltet die Infrastruktur, während du deine eigenen Software-Betriebssysteme und Anwendungen kaufen, installieren, konfigurieren und verwalten.

Bei IaaS erhältst du grundlegende IT-Ressourcen wie:

  • virtuelle Maschinen
  • Netzwerke
  • Speicher

IAM (Identity and Access Management)

IAM regelt, wer auf welche Ressourcen zugreifen darf.

Für dich entscheidend:

  • Sicherheit
  • klare Rollenverteilung
  • Schutz vor unbefugtem Zugriff

IOPS

IOPS steht für Input/Output Operations Per Second.

IOPS ist ein Wert, der angibt, wie schnell eine Festplatte (HDD, SSD oder NVMe) Daten lesen und schreiben kann. Je höher die IOPS-Zahl einer Festplatte ist, desto schneller kann sie Daten lesen und schreiben, was zu einer schnelleren Anwendungsreaktion führt.

IP-Adresse

Eine eindeutige numerische Adresse, die jedem Computer oder Server im Internet zugewiesen wird.

IPv4/IPv6

IPv4/IPv6 sind Versionen des Internet Protocol. IPv4 ist der ältere Standard und IPv6 stellt mehr Adressen bereit.

Latenz

Die Verzögerungszeit, die Daten benötigen, um von einem Punkt zum anderen zu gelangen, beeinflusst die Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Einfach erklärt ist es die Zeit, die vergeht, bis eine Anfrage beantwortet wird.

Einflussfaktoren:

  • geografische Entfernung
  • Netzwerkqualität
  • Systemauslastung

Load Balancing

Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, um die Last zu verringern und die Leistung zu optimieren.

Dein Vorteil:

  • bessere Performance
  • hohe Verfügbarkeit
  • keine Überlastung einzelner Systeme

Multicloud

Bei dem Multicloud-Ansatz werden die Dienste mehrerer Cloudanbieter verwendet, um die Leistung der Workloads zu optimieren, die Flexibilität zu erhöhen und die Risiken zu mindern, die sich aus der Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter ergeben.

On-Premise

On-Premise-Lösungen sind Software, die auf eigener Infrastruktur (z. B. eigenen Servern) betrieben wird. Unternehmen behalten die volle Kontrolle über Systeme und Daten und sind unabhängig von externen Cloud-Anbietern.

Open Source

Software, deren Quellcode offen zugänglich ist. Nutzer dürfen ihn einsehen, verändern und weiterentwickeln. Das sorgt für Transparenz, Anpassbarkeit und Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern.

PaaS (Plattform as a Service)

Eine vollständige Entwicklungs- und Bereitstellungsumgebung in der Cloud mit Ressourcen, die es ermöglichen, von einfachen cloudbasierten Anwendungen bis hin zu anspruchsvollen, cloudfähigen Unternehmensanwendungen alles bereitzustellen.

Der Anbieter kümmert sich um:

  • Betriebssystem
  • Laufzeitumgebung
  • Skalierung

Private Cloud

Cloud-Computing-Dienste, die nicht für die Allgemeinheit, sondern nur für ausgewählte Benutzer über das Internet oder ein privates internes Netzwerk bereitgestellt werden.

Public Cloud

Bei der Public Cloud handelt es sich um ein öffentliches, standardisiertes Cloud-Modell. Der Anbieter stellt der Allgemeinheit unterschiedliche Anwendungen (zum Beispiel Textverarbeitungssoftware) sowie Ressourcen, Server und/oder Storage über das Internet zur Verfügung.

Serverless Computing

Beim Serverless Computing verwaltet der Cloud-Anbieter die Serverressourcen vollautomatisch, sodass Entwickler nur noch ihren Code hochladen müssen.

Das bedeutet:

  • Du schreibst nur Code.
  • Die Cloud kümmert sich um alles andere.

SaaS (Software-as-a-Service)

Bei Software-as-a-Service (SaaS) handelt es sich um einen cloudbasierten Dienst, bei dem du über einen Internetbrowser auf eine Anwendung zugreifen kannst.

Vorteil: Keine Installation, keine Wartung.

Skalierbarkeit

Skalierbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, bei steigenden Anforderungen zusätzliche Ressourcen hinzuzufügen.

SSD (Solid State Drive)

SSDs sind schnelle Speicherlösungen ohne bewegliche Teile.

Vorteile für dich:

  • hohe Geschwindigkeit
  • geringe Latenz
  • ideal für Datenbanken

Vendor Lock-in

Bezeichnet die Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter. Daten, Prozesse oder Software sind so eng an dessen Systeme gebunden, dass ein Wechsel nur mit hohen Kosten oder technischem Aufwand möglich ist.

Warum ist das problematisch?

  • hohe Wechselkosten
  • eingeschränkte Flexibilität
  • Abhängigkeit von Technologien

Virtual Machine (VM)

Eine virtuelle Maschine ist ein softwarebasierter Computer, der auf einem physischen Host-Server läuft. Sie verfügt über ein eigenes Betriebssystem und reservierte Ressourcen (CPU, RAM), ist aber von anderen VMs auf derselben Hardware isoliert. VMs bilden die Grundbausteine der Cloud-Infrastruktur.

Typische Vorteile:

  • Isolation von Anwendungen
  • flexible Skalierung
  • einfache Migration

VPN (Virtuelles privates Netzwerk)

Ein VPN stellt eine sichere, verschlüsselte Verbindung zwischen deinem Gerät und einem Netzwerk her.

Typische Einsatzbereiche:

  • Zugriff auf interne Systeme
  • Sichere Verbindung zur Cloud
  • Remote Work

Fazit

Die Welt der Cloud ist komplex, aber mit den richtigen Begriffen wird sie deutlich verständlicher. Wenn du diese Grundlagen beherrschst, kannst du:

  • bessere Entscheidungen treffen
  • effizienter mit Dienstleistern kommunizieren
  • deine Cloud-Strategie gezielt entwickeln

Kurz gesagt: Dieses Cloud-Glossar ist dein Fundament für alles, was in der Cloud kommt.

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