Was haben ein Segelflieger, Drohnen, CERN und Uber gemeinsam? Sie alle teilten sich letzte Woche auf der KubeCon 2026 in Amsterdam die Keynote-Bühne. Als Silver Member der CNCF war auch NWS wieder mit einem Teil des Teams vor Ort.
Was Sebastian, Achim, Justin, Dominik, Martin und Daniel während der Konferenz erlebt haben, was es Neues aus der cloud-nativen Welt gibt, und welche Beiträge sie besonders spannend fanden, erfährst du in unserem Review zur KubeCon 2026!
Keynotes: Cloud-Native überall, NVIDIA und Uber als neue CNCF-Mitglieder und Open Source als KI-Motor
Die KubeCon 2026 in Amsterdam war einmal mehr eine riesige Veranstaltung: mit ca. 13.000 Besuchern war sie vermutlich das größte Open-Source Event weltweit. Die 40% an Erstbesuchern deuten darauf hin, dass „Cloud-Native“ weiterhin am Wachsen ist, und das verdeutlichten auch die Keynotes, die jeden Konferenztag eröffneten.
Mit NVIDIA und Uber wurden zwei große Konzerne als neue CNCF-Mitglieder begrüßt. Microsoft, Amazon und andere Unternehmen betonten ihr Engagement in Sachen Open Source für KI und stellten verschiedene, teils in Zusammenarbeit entwickelte Projekte vor, unter Anderem für intelligenteres Routing von Netzwerkanfragen im Kontext von LLMs, ML und anderen Anwendungen von KI.
Man konnte bei all den Nachrichten den Eindruck gewinnen, dass die CNCF und das Cloud-Native Ökosystem gerade erst am „Abheben“ ist – was auch durch Livedemos mit Kameradrohnen und einem Segelflieger auf der Keynote-Bühne verdeutlicht wurde. Und die Beiträge über die drei Konferenztage vertieften diese Annahme noch einmal.

Die NWS-Picks: Unsere Lieblingsbeiträge
Bei mehreren Hundert Beiträgen wurde schon das Erstellen eines persönlichen Zeitplans für die KubeCon 2026 zur Herausforderung. Einige Beiträge werden wir uns sicherlich noch im Laufe der nächsten Wochen auf Youtube anschauen. Von den Beiträgen, die wir live miterleben konnten, haben wir eine Liste unserer Favoriten zusammengetragen, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Demystifying the Kubernetes Network Stack (from Pod to Pod)
In Dominiks Lieblingsbeitrag drehte sich alles um das Netzwerkverhalten in Kubernetes und die Frage, was eigentlich unter der Haube geschieht, wenn zwei Pods miteinander kommunizieren (wollen).
Für Dominik war besonders interessant, dass die Netzwerkfunktionen in Kubernetes konsequent auf Linux-Bordmitteln aufbauen – warum das Rad neu erfinden? Netzwerk-Namespaces, veth-Paare und Routing mit iptables oder nftables reichen auch für Kubernetes in 2026 aus.
Spannend war außerdem die Brücke, die zu eBPF-basierten Netzwerklösungen wie bspw. Cilium geschlagen wurde, die sich im Großen und Ganzen nicht viel anders verhalten.
Bridging Islands: EVPN-Overlays for Multi-Cluster KubeVirt
Unser Kubernetes-Experte Justin hörte in seinem Lieblingsbeitrag der KubeCon 2026 viele Probleme und Lösungen aus der realen Welt, wenn es um Virtualisierung auf Kubernetes geht. Vor allem die stetig zunehmenden Möglichkeiten, Anwendungen und VMs zu verwalten und in bestehende Kubernetes-Umgebungen zu integrieren, fand er interessant.
Freedom through Boundaries: Building Configurations that age well
Für Achim als Manager unseres Cloud-Teams war ein Beitrag über klare Dokumentation und Definition von (Kunden-)Umgebungen natürlich ein gefundenes Fressen.
Interessant war für ihn vor Allem die Dualität der Ausrichtung: Während nicht jeder mögliche Anwendungsfall offiziell unterstützt werden muss und sich eher an der Machbarkeit auf Seiten der Plattform orientieren sollte, muss man bei angebotenen Konfigurationen vor Allem auf gute Nutzbarkeit achten. Der Beitrag nannte hier z.B. für Nutzer intuitive Benennung von Parametern und klares, schnelles Feedback bei nicht unterstützten Kombinationen von Features.
From Cloud-Native Apps to Cloud-Native Platforms
Sebastian fand die für ihn wertvollsten Gedanken bereits in einer der Keynotes der KubeCon 2026: In einer Welt, in der durch KI und Automatisierung die Geschwindigkeit in der Entwicklung immer mehr zunehmen wird, muss auch die Infrastruktur mithalten können.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei diesem Vorhaben in gutem Platform Engineering mit klaren Verantwortlichkeiten, Richtlinien zur Nutzung und Prozessen zur Bereitstellung von (internen) Produkten – ein Thema, das uns auch rund um die NETWAYS Cloud beschäftigt und wo wir immer versuchen, noch besser zu werden.
Day-2 Reality Check: Taming wasteful Telemetry
Daniel fand sein Highlight ganz am Ende der KubeCon 2026: Kurz vor Schluss des dritten Tages bekam er neue Ideen für das Eindämmen der Telemetry-Flut, die in großen Umgebungen mehr oder weniger automatisch anfällt.
Der Vortrag stellte die unbequeme Frage, ob man Traces, die man in 5 Jahren einmal brauchen könnte, wirklich speichern soll, und ging auch auf andere oft fälschlicherweise getätigten Annahmen rund um Observability ein. Am Ende gab es genug Anregungen, um selbst einmal wieder einen Frühjahrsputz in Grafana und Co. vorzunehmen.
Tot Ziens Amsterdam, Vamos a Barcelona!
Nach trubeligen Tagen auf der KubeCon 2026 in Amsterdam richten sich unsere Blicke als Nächstes nach Barcelona, wo die KubeCon nächstes Jahr zu Gast sein wird. Bis dahin haben wir die neuen Eindrücke rund um KI, Gateway API und alle anderen Neuigkeiten hoffentlich verdaut und uns von Änderungen im Kubernetes-Ökosystem wie der Archivierung des ingress-nginx Projekts erholt.
Und wer weiß – vielleicht stehen nächstes Jahr auch KollegInnen von NETWAYS Web Services auf der Bühne und erzählen von unseren Erfahrungen mit Kubernetes, der Cloud und allem, was uns sonst so umtreibt. In der Zwischenzeit kannst du unsere Eindrücke natürlich auch auf unserem Blog verfolgen und so immer auf dem Laufenden bleiben.





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