Den OpenInfra Summit 2025 hat es vergangenen Monat wieder einmal nach Europa geführt.. Vor den Toren von Paris kamen Entwickler, Betreiber und Entscheider aus allen Ecken der Welt zusammen, um die neusten Entwicklungen im Bereich Cloud‑Native‑Infrastructure, Edge‑Computing und nachhaltiger IT‑Architekturen zu diskutieren. Das dreitägige Event bot nicht nur tiefgehende technische Sessions, sondern auch mehrere Keynotes, Live‑Demos, praxisnahe Workshops und Möglichkeiten zum Austausch mit Maintainern der verschiedenen Projekte unter dem Schirm der OpenInfra Foundation, die praktisch jede Facette der modernen Infrastruktur‑Welt berührten.
In diesem kurzen Revie‑nehmen Achim, Justin, Kleon und Daniel dich mit hinter die Kulissen: Welche Highlights haben sie begeistert? Und welche Ankündigungen lassen spannende Entwicklungen erahnen? Lies weiter, um von ihren Eindrücken zu erfahren.

Von OpenStack Watcher, Keystone und Managed Kubernetes
Achim wählte seine Beiträge beim OpenInfra Summit 2025 vor Allem aus Perspektive eines OpenStack-Betreibers aus:
- In Lessons learned from replacing Magnum with Gardener on OpenStack ging es um eine erfolgreiche Migration von Kubernetes-as-a-Service Setups auf OpenStack basierend auf Magnum hin zu Gardener, einem Open-Source Projekt von SAP. Die notwendigen Schritte auf dem Weg dahin wurden ebenso erwähnt wie die Beweggründe hinter der Motivation. Abgerundet wurde der Vortrag durch Live-Einblicke in die resultierende Gardener-Umgebung.
- Getting the most out of your OpenStack infrastructure: The benefits of using OpenStack Watcher ging es um das Fine-Tuning von OpenStack-Umgebungen: Wie lässt sich Hardware-Auslastung optimieren, Engpässe in der Plattform identifizieren und Pläne zur Optimierung angehen? Der Beitrag zeigte mit praktischen Beispielen, wie sich diese Szenarien mit OpenStack Watcher umsetzen lassen.
- Keystone: native federation support, advanced auth security, Rust griff ein in den letzten Jahren oft gehörtes Meme auf: Rewrite it in Rust! Motivation dafür schien unter Anderem die mangelnde Integrierbarkeit mit anderen IDPs zu sein, und so ging der Vortrag auf aktuelle und zukünftig geplante Authentifizierungsszenarien wie OIDC, SCIM und Passkey-Support ein.
OpenStack bei CERN, Netzwerke mit BGP und Yaook für vielseitiges OpenStack-Management
Justin tauchte tief in die Netzwerkwelten des OpenInfra Summit 2025 ein – gleich mehrere seiner Lieblingsvorträge drehten sich um OVN, Neutron und Co:
- Migrating Neutron from Linux Bridge to OVN gewährte dem Publikum Einblicke in den OpenStack-Betrieb am CERN, besonders in deren Netzwerkarchitektur und -Migration. Da Justin und der Rest des Teams anfang diesen Jahres erst eine ähnliche Migration abgeschlossen haben, waren die Erfahrungen vom CERN für ihn natürlich besonders wertvoll.
- External Networks with native BGP in OVN war ein weiteres Thema, das uns direkt betrifft – logisch, dass sich Justin das nicht entgehen ließ. In diesem Beitrag von STACKIT ging es um die Möglichkeiten und das Design von OVN, und wie OVN im Vergleich mit L2-Netzwerken funktioniert.
- Neben vielen spannenden Talks war vor Allem die Möglichkeit mit Maintainern von Yaook am OpenSource Pavilion ins Gespräch zu kommen sehr wertvoll, um Einblicke in dieses Tool zum vereinfachten und automatisierten OpenStack-Betrieb auf Kubernetes zu erhalten.
Operator-Albträume und jede Menge Ceph
Für Kleon war der OpenInfra Summit 2025 die erste Tech-Konferenz, und so suchte er sich hier und dort thematisch sehr vielfältige Vorträge heraus. Daniel hatte sich für das Wochenende ein klares Ziel gesetzt: Soviel über Ceph und Storagelösungen für und auf OpenStack zu lernen:
- Operator Nightmares: In the Trenches of CERN’s OpenStack Cloud war ein weiterer Vortrag vom CERN, in dem sie auf 12 Jahre an Erfahrungen, Erlebnissen (und Albträumen) mit ihrer OpenStack-Plattform eingingen. Kleon kamen einige Szenarien bekannt vor – andere merkt er sich für die Zukunft.
- In Leveraging Ceph Rados Gateway for Scalable and Resilient Object Storage ging es um verschiedene Architekturen im Einsatz von Ceph für die Bereitstellung von Object Storage. Da auch NETWAYS Web Services seit Kurzem S3-kompatiblen Object Storage anbietet, war das Thema und die Einsatzmöglichkeiten für Daniel natürlich höchst interessant!
- Bereits vor dem Deep-Dive in Ceph RGW gab es eine passende Auffrischung der „Ceph Basics“ im Beitrag Ceph: Open Storage for VMs, Containers, and the Future Cloud – die perfekte Grundlage, um in vielen weiteren Beiträgen rund um Ceph auf diesem Wissen aufzubauen.
Insgesamt blicken wir auf einen erfolgreichen Wochenendtrip zurück, voller neuer Eindrucke und Bestätigungen und Denkanstößen zum Betrieb unserer eigenen OpenStack-Umgebung. An den Abenden war sogar noch Zeit für Sightseeing in Paris!

Um mit den Worten von Kleon abzuschließen:
Es war großartig, dabei zu sein und mitzuerleben, wie sich die Open-Source-Community auf dem OpenInfra Summit 2025 wieder zusammenfindet, um sich über aktuelle Herausforderungen und neue Ideen auszutauschen. Oft gab es gleich mehrere Talks, die mich interessiert haben – leider ist es (noch) nicht möglich, an zwei Orten zur selben Zeit präsent zu sein, nächstes mal bringe ich also meinen AI-Agent mit. 😉





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