Die wichtigsten KPIs für deine IT-Modernisierung

14 Januar, 2026

Nadine Kustos
Nadine Kustos
Marketing Manager

Nadine unterstützt seit Mai 2025 das NETWAYS Managed Service Team. Als Marketing Managerin kümmert sie sich um die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten, um die Produkte optimal am Markt zu positionieren. Auch in ihrer Freizeit darf der kreative Ausgleich nicht fehlen: Neben der Fotografie und dem Tanzen, zählen auch das Malen, Basteln und Sport zu ihren Hobbies.

von | Jan. 14, 2026

Die Leistungsfähigkeit einer IT-Infrastruktur hängt nicht nur von ihrer Verfügbarkeit ab. Sie umfasst auch die Fähigkeit, geschäftliche Anforderungen zu erfüllen, Lastspitzen zu absorbieren, Daten zu sichern und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten. Um fundierte Entscheidungen zu treffen, Vorfälle vorherzusehen und Ressourcen zu optimieren, ist es unerlässlich, die richtigen Kennzahlen zu verfolgen. Dennoch fehlt es Unternehmen häufig an einer klaren Vorstellung ihrer tatsächlichen Leistung, da ihnen sowohl die entsprechenden Werkzeuge als auch die Methoden fehlen.

In diesem Artikel werden die wichtigsten KPIs vorgestellt, die es zu beachten gilt, sowie die Risiken eines unzureichenden Monitorings und die verfügbaren professionellen Lösungen für eine zuverlässige und nachhaltige Steuerung.

Was sind IT-KPIs?

IT-KPIs (Key Performance Indicators) sind quantifizierbare Kennzahlen. Sie ermöglichen es, die Leistung einer IT-Abteilung zu messen und zu beurteilen. Damit lässt sich klar und objektiv bewerten, wie effektiv ein IT-Team seine Ziele erreicht und die Gesamtziele des Unternehmens unterstützt.

Durch die Übersetzung komplexer technischer Abläufe in messbare Datenpunkte helfen IT-KPIs Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen, verbesserungswürdige Bereiche zu identifizieren und sicherzustellen, dass IT-Ressourcen optimal genutzt werden. Kurz gesagt stehen IT-KPIs für den Beitrag der IT-Abteilung zum Erfolg des gesamten Unternehmens.

Bildliche Darstellung für das Thema KPIs.

Welche Kennzahlen und KPIs sind wichtig?

Die meisten Menschen denken bei IT noch immer an die traditionelle Rolle bei der Verwaltung und Wartung der Netzwerkinfrastruktur, einschließlich Hardware, Software und dem damit verbundenen Support. Wenn es jedoch darum geht, der IT einen messbaren Wert für ein Unternehmen zuzuordnen, wird von modernen IT-Abteilungen und -Anbietern erwartet, dass sie wichtige IT-KPIs und Leistungsmetriken in mehreren Bereichen liefern, z. B.:

  • neu hinzugefügte technische Funktionalitäten und Lösungen
  • Erhaltung einer produktiven Belegschaft
  • Kostenmanagement
  • Verwendung neuer Technologien, sobald diese verfügbar sind (wird manchmal auch als „transformative“ Rolle der IT bezeichnet).

Der Schlüssel zum Erfolg ist die Ermittlung der richtigen Messwerte, um die Leistung und die Auswirkungen dieser Anstrengungen auszuwerten. Ohne Metriken oder wichtige Leistungsindikatoren haben Unternehmen unweigerlich Schwierigkeiten, Ergebnisse zu messen und Anpassungen vorzunehmen, wenn Ziele nicht erreicht werden.

Systemverfügbarkeit und Ausfallzeiten

Deine IT-Systeme sind das Herzstück deines Unternehmens. Jede Minute, in der sie ausfallen, bedeutet verlorene Produktivität, unzufriedene Kunden und unter Umständen sogar finanzielle Einbußen. Mit den richtigen KPIs erkennst du sofort, ob deine Systeme zuverlässig laufen.

Die wichtigsten Kennzahlen sind:

  • Verfügbarkeitsrate (Uptime): Das Ziel sollte eine hohe Verfügbarkeit von beispielsweise 99,9 % sein. So minimierst du Ausfallzeiten.
  • Anzahl der Ausfälle: Dokumentiere jeden Zwischenfall, um wiederkehrende Probleme zu identifizieren.
  • Mean Time to Resolve (MTTR): Wie schnell lassen sich Systeme nach einem Ausfall wiederherstellen? Ein kurzer MTTR zeigt, dass dein IT-Team effizient arbeitet.
  • Mean Time Between Failures (MTBF): Was ist die durchschnittliche Zeitspanne zwischen IT-Systemausfällen?
  • Mean Time to Failure (MTTF): Wie lange ist das System normalerweise betriebsbereit, nachdem das letzte Problem behoben wurde?

Praxis-Tipp:

Nutze moderne Monitoring-Tools wie Prometheus. Sie überwachen deine Infrastruktur kontinuierlich und benachrichtigen dich bei Auffälligkeiten, bevor diese zu echten Problemen werden.

IT-Kosten und Budgeteffizienz

Warum es wichtig ist:

Eine Modernisierung kostet zwar zunächst Geld, kann aber bei richtiger Steuerung langfristig Kosten sparen. Mithilfe von KPIs behältst du deine IT-Budgets im Griff und stellst sicher, dass Investitionen einen messbaren Nutzen bringen.

Wichtige Kennzahlen:

  • Kosten pro Benutzer oder Anwendung: Sie zeigt, wie effizient Ressourcen eingesetzt werden.
  • Budgetabweichungen: Vergleiche geplante und tatsächliche Ausgaben.
  • Return on Investment (ROI): Berechne die Einsparungen oder Produktivitätsgewinne, die durch neue Systeme entstehen.

Praxis-Tipp:

Cloud-Lösungen oder Managed Services bieten oft eine bessere Kostenkontrolle. Du zahlst nur, was du nutzt, und sparst teure Investitionen in eigene Hardware.

Leistungsfähigkeit und Systemgeschwindigkeit

Warum es wichtig ist:

Schnelle und stabile Systeme sind entscheidend für die Produktivität und die Zufriedenheit der Nutzer. Lange Ladezeiten oder verzögerte Prozesse können deine Modernisierungsbemühungen zunichte machen.

KPIs, die du im Blick haben solltest:

  • Antwortzeiten von Anwendungen: Messe, wie lange Apps oder Tools für Ladezeiten benötigen.
  • Serverauslastung: Eine hohe Auslastung kann zu Engpässen führen, daher sollte sie bei Bedarf optimiert werden.
  • Netzwerkgeschwindigkeit: Prüfe regelmäßig die Bandbreite und den Datenfluss, vor allem bei verteilten Standorten oder Homeoffice-Lösungen.

Praxis-Tipp:

Setze Performance-Monitoring ein, analysiere Engpässe und optimiere kontinuierlich. Schon kleine Anpassungen können die Produktivität spürbar erhöhen.

Sicherheits- und Compliance-Kennzahlen

Warum es wichtig ist:

IT-Sicherheit ist nicht optional, sondern Pflicht. Ohne KPIs erkennst du Sicherheitslücken oft zu spät, was potenziell gravierende Folgen für dein Unternehmen haben kann.

Wichtige Kennzahlen:

  • Anzahl der Sicherheitsvorfälle: Jede Attacke oder Sicherheitslücke muss dokumentiert und analysiert werden.
  • Patch- und Update-Status: Nur aktuelle Systeme sind wirklich sicher.
  • Compliance-Score: Prüfe regelmäßig, ob deine IT den gesetzlichen Vorgaben, z. B. der DSGVO oder ISO-Normen, entspricht.

Praxis-Tipp:

Regelmäßige Audits und Security-Dashboards helfen, den Überblick zu behalten. Automatisierte Updates und klare Rollenverteilungen erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Nutzerzufriedenheit und Support-Performance

Warum es wichtig ist:

Die beste IT nützt wenig, wenn Mitarbeiter oder Kunden sie nicht effizient nutzen können. Deshalb sind Nutzerfeedback und Support-Kennzahlen entscheidend.

KPIs, die du verfolgen solltest:

  • Anzahl der Support-Tickets: Zeigt, wo Probleme auftreten.
  • Bearbeitungszeit von Tickets: Kurze Reaktionszeiten erhöhen die Zufriedenheit.
  • Mitarbeiterfeedback: Regelmäßige Umfragen geben wertvolle Hinweise auf Schwachstellen oder Verbesserungspotenziale.
  • First Call Resolution (FCR): Gibt an, wie viele IT-Anfragen bereits beim ersten Kontakt mit dem Support gelöst werden können.

Praxis-Tipp:

Analysiere die Arten von Tickets. Wenn bestimmte Probleme wiederholt auftreten, lohnt sich eine dauerhafte Lösung statt kurzfristiger Reparaturen.

Projektfortschritt und Modernisierungsgrad

Warum es wichtig ist:

IT-Modernisierung ist ein Prozess und kein einmaliges Ereignis. KPIs helfen dir, den Fortschritt zu messen und sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden.

Wichtige Kennzahlen:

  • Abgeschlossene Modernisierungsmaßnahmen vs. Gesamtplan: Du siehst, wie weit dein Projekt fortgeschritten ist.
  • Adoptionsrate neuer Tools: Wie viele Mitarbeiter nutzen neue Systeme aktiv?
  • Automatisierungsgrad von Prozessen: Gibt an, wie viele manuelle Tätigkeiten durch moderne IT bereits ersetzt wurden.

Praxis-Tipp:

Kommuniziere Fortschritte transparent im Team. Das steigert die Motivation und Akzeptanz neuer Systeme.

Auswahl der KPIs für den IT-Betrieb: Best Practices

Angesichts der Fülle an KPIs kann es verlockend sein, umfangreiche Berichte zu erstellen, die praktisch jeden Aspekt der IT-Umgebung oder der Dienstleistungserbringung abdecken. Da so viele Dinge nachverfolgt werden können, führt dies in der Regel zu umfangreichen, mehrseitigen Berichten, die wahrscheinlich von niemandem außerhalb des eigenen Teams gelesen werden.

Es ist wichtig, sich auf das Reporting von Kennzahlen zu konzentrieren, die den Wert deiner Arbeit für das Unternehmen darstellen und für das Führungsteam verständlich sind, dem du Bericht erstattest.

5 Best Practices für die Auswahl und Berichterstattung über IT-KPIs:

Sei wählerisch: Bei der Erstellung eines effektiven IT-Managementberichts kommt es darauf an, die besten Leistungsindikatoren für die jeweilige Leserschaft auszuwählen. Wenn du dir die Zeit genommen hast, deine Abteilungsziele mit denen des gesamten Unternehmens in Einklang zu bringen, dann sollte die Auswahl dieser KPIs relativ einfach sein.

Vermeide Überschneidungen: Denke daran, dass du eine „Datenflut“ vermeiden willst. Halte alles so einfach wie möglich und vermeide doppelte Daten oder unnötige Überschneidungen nach Möglichkeit.

Verwende Vorlagen: So sparst du Zeit bei der Berichterstattung. Die meisten Lösungen verfügen über Vorlagen, mit denen sich schnell ansehnliche Berichte erstellen lassen. Während dein Team den Berichtsprozess verfeinert, kannst du eigene interne Vorlagen entwickeln, die besser auf deine Bedürfnisse abgestimmt sind.

Gestalte die Berichte übersichtlich: Fügen eine einseitige Zusammenfassung ein und nutze Überschriften und Grafiken, um den Inhalt und die Prioritäten des Berichts auf den ersten Blick darzustellen.

Automatisiere: Auch hier geht es darum, die Berichterstattung so weit wie möglich zu rationalisieren. Nutze Automatisierungspotenziale bei der Datenerfassung, der Berichterstellung, der Benachrichtigung und der Erstellung von Berichten.

Fazit: KPIs sind der Schlüssel für eine erfolgreiche IT-Modernisierung

Mit den richtigen KPIs behältst du Performance, Kosten, Sicherheit und Zufriedenheit im Blick. Sie machen deine Modernisierung messbar, helfen dir, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, und ermöglichen eine kontinuierliche Optimierung.

Merke: Weniger ist oft mehr. Setze nur KPIs ein, die wirklich relevant für deine Ziele sind, und interpretiere die Ergebnisse regelmäßig. So führst du deine IT modern, effizient und zukunftssicher.

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