Die Rolle der Cloud in der digitalen Nachhaltigkeit (Green IT)

24 Dezember, 2025

Nadine Kustos
Nadine Kustos
Marketing Manager

Nadine unterstützt seit Mai 2025 das NETWAYS Managed Service Team. Als Marketing Managerin kümmert sie sich um die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten, um die Produkte optimal am Markt zu positionieren. Auch in ihrer Freizeit darf der kreative Ausgleich nicht fehlen: Neben der Fotografie und dem Tanzen, zählen auch das Malen, Basteln und Sport zu ihren Hobbies.

von | Dez. 24, 2025

Die Digitalisierung verändert unsere Welt: Alles wird schneller, vernetzter und effizienter. Die damit einhergehende wachsende Bedeutung stellt die IT-Branche jedoch auch vor neue Herausforderungen. So führt der steigende Bedarf an Rechenzentren beispielsweise zu einem erhöhten Energieverbrauch, während die rasante technologische Entwicklung immer mehr Elektronikschrott produziert. Ohne nachhaltige Konzepte belastet die Digitalisierung unsere Umwelt. Gleichzeitig bietet die IT enorme Chancen, Unternehmen und die Welt insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Genau hier setzt die Cloud an.

Cloud Computing ist nicht nur ein Motor der digitalen Transformation, sondern auch ein entscheidender Faktor für digitale Nachhaltigkeit. Durch smarte Ressourcennutzung, energieeffiziente Rechenzentren und innovative Technologien trägt die Cloud dazu bei, die IT umweltfreundlicher zu gestalten.

In diesem Artikel erfährst du, wie Cloud-Technologien die Green-IT-Bewegung unterstützen, warum sie für eine nachhaltige Digitalisierung entscheidend sind und wie du deine eigene Cloud-Nutzung bewusst und klimafreundlich gestalten kannst.

Was bedeutet digitale Nachhaltigkeit?

Digitale Nachhaltigkeit, oft auch als Green IT bezeichnet, beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Ressourcen. Das Ziel besteht darin, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, ohne dabei Umwelt, Klima oder Ressourcen unnötig zu belasten.

Das umfasst unter anderem:

  • energieeffiziente IT-Infrastrukturen
  • langlebige und ressourcenschonende Hardware
  • optimierte Softwareentwicklung und Datenverwaltung
  • den Einsatz erneuerbarer Energien in Rechenzentren
  • Reduktion von Elektroschrott und CO₂-Emissionen

Kurz gesagt bedeutet digitale Nachhaltigkeit, Technologie im Einklang mit ökologischen Zielen einzusetzen. Die Cloud ist dafür ein zentrales Werkzeug.

Wie die Cloud zu Green IT beiträgt

Die Cloud ist weitaus mehr als nur ein virtueller Speicherort oder eine aus der Ferne bereitgestellte IT-Infrastruktur. Sie ermöglicht es Unternehmen, Rechenleistung, Speicher und Anwendungen flexibel zu nutzen, ohne dass sie selbst Server betreiben müssen. Dadurch werden nicht nur Kosten und Wartungsaufwand reduziert, sondern auch der Energieverbrauch.

  • Ressourcenoptimierung durch Konsolidierung: Cloud-Anbieter bündeln die Rechenleistung mehrerer Kunden in großen, hochgradig virtualisierten Rechenzentren. Dadurch wird der Bedarf an physischer Hardware und der damit verbundene Energie- und Materialverbrauch im Vergleich zu vielen kleineren, ineffizienten Servern vor Ort (On-Premise) reduziert.
  • Verbesserte Energieeffizienz: Große Cloud-Rechenzentren sind in der Regel energieeffizienter. Sie nutzen fortschrittliche Kühltechniken, intelligente Energieverwaltung und eine optimierte Infrastruktur, wodurch sich der Gesamtenergieverbrauch senkt.
  • Nutzung erneuerbarer Energien: Viele Cloud-Anbieter investieren stark in erneuerbare Energien und betreiben ihre Rechenzentren mit grünem Strom. Wenn du zu solchen Anbietern wechselst, leistest du indirekt einen großen Beitrag zur CO₂-Reduktion, ohne selbst in teure Infrastruktur investieren zu müssen.
  • Skalierbarkeit und Elastizität: Ein oft übersehener Vorteil der Cloud ist ihre Skalierbarkeit. Du kannst deine IT-Ressourcen jederzeit nach oben oder unten anpassen, je nachdem, wie viel du gerade benötigst. So werden Überkapazitäten verhindert und Energieverschwendung minimiert. Gerade in Zeiten hoher Auslastung oder saisonaler Schwankungen ist das ein echter Pluspunkt: Anstatt dauerhaft große Server vorzuhalten, nutzt du nur, was du wirklich brauchst. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Ressourcen.
  • Unterstützung für nachhaltigere Geschäftsmodelle: Durch die Cloud können Unternehmen ihre Geschäftsprozesse nachhaltiger gestalten. Beispiele sind das digitale Dokumentenmanagement zur Reduzierung des Papierverbrauchs oder die Optimierung digitaler Lieferketten.
  • Weniger Hardware, weniger Elektroschrott: Wer Cloud-Lösungen nutzt, benötigt keine eigenen Serverräume, keine Kühlung, keine Ersatzteile und keine aufwendige Wartung. Dadurch sinkt der Energiebedarf, und die Menge an ausrangierter IT-Hardware nimmt ab. Da Rechenzentren viel effizienter betrieben werden als kleine Serverräume, entsteht hier ein klarer Nachhaltigkeitsvorteil.

Die Cloud als Enabler für nachhaltige Innovation

Die Cloud ist nicht nur selbst effizient, sondern ermöglicht auch nachhaltige Innovationen in anderen Bereichen.

  • Datenanalyse und KI: Durch cloudbasierte Analysen können Unternehmen ihren Energieverbrauch, ihren Materialeinsatz oder ihre Lieferketten optimieren.
  • Internet of Things (IoT): Sensoren und IoT-Plattformen in der Cloud helfen dabei, Energieflüsse in Gebäuden oder Maschinen in Echtzeit zu steuern.
  • Virtuelle Zusammenarbeit: Videokonferenzen, Cloud-Tools und Remote Work reduzieren Geschäftsreisen und somit CO₂-Emissionen.
  • Digitale Produkte: Viele nachhaltige Geschäftsmodelle – etwa Sharing-Plattformen oder Smart Grids – wären ohne Cloud-Technologie gar nicht möglich.

So wird die Cloud zu einem echten Treiber der grünen Digitalisierung.

So kannst du deine Cloud-Nutzung nachhaltiger gestalten

Auch wenn dein Cloud-Anbieter umweltfreundlich arbeitet, kannst du selbst aktiv zur Nachhaltigkeit beitragen. Hier sind einige konkrete Tipps:

Wähle einen „grünen” Cloud-Anbieter

Achte darauf, dass dein Provider transparent über seinen CO₂-Fußabdruck und die Nutzung erneuerbarer Energien berichtet.

Optimiere deine Workloads

Analysiere regelmäßig, welche Anwendungen wirklich laufen müssen, und fahre ungenutzte Instanzen herunter.

Vermeide Datenmüll

Alte Backups, doppelte Dateien oder Testsysteme verbrauchen unnötig Speicherplatz und Energie.

Nutze energieeffiziente Architekturen

Setze auf Serverless-Computing, Containerisierung oder Edge Computing, um Rechenlasten zu optimieren.

Monitoring und Transparenz

Viele Cloud-Plattformen bieten Tools, um den Energieverbrauch oder den CO₂-Ausstoß deiner Anwendungen zu messen. Nutze diese aktiv, um nachhaltiger zu planen.

Mit diesen Maßnahmen trägst du aktiv dazu bei, deine digitale Infrastruktur nachhaltiger und umweltbewusster zu gestalten.

Wie Unternehmen von nachhaltiger IT profitieren

Das Konzept der Nachhaltigkeit berücksichtigt ökonomische, ökologische und soziale Ziele gleichzeitig. Unternehmen, die Green IT umsetzen, können in allen drei Bereichen Fortschritte erzielen.

Ökologische Vorteile: Reduktion von Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Elektronikschrott.

Ökonomische Vorteile: Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen durch optimierte Prozesse.

Soziale Vorteile: Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden und Gesellschaft durch umweltbewusstes Handeln.

Darüber hinaus steigern Unternehmen ihre Attraktivität für Kunden, Investoren und Fachkräfte.

Fazit

Die Cloud ist ein wichtiger Wegbereiter für digitale Nachhaltigkeit, da sie eine effizientere Nutzung von IT-Ressourcen ermöglicht. Das Potenzial zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen ist beträchtlich. Um dieses Potenzial jedoch voll auszuschöpfen, ist eine bewusste und strategische Herangehensweise erforderlich, die über den reinen Technologiewechsel hinausgeht. Unternehmen müssen ihre Cloud-Nutzung kontinuierlich optimieren (GreenOps), die Nachhaltigkeitsbemühungen ihrer Anbieter prüfen und die digitale Transformation so gestalten, dass sie Effizienzgewinne erzielt, ohne den Gesamtressourcenverbrauch unnötig zu erhöhen.

Auch NETWAYS Web Services setzt auf nachhaltige IT. Zukünftig möchten wir diesen Bereich auch noch weiter ausbauen.

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