Jede Geschichte beginnt mit Menschen, die etwas bewegen. In unserer neuen Interviewserie kommen genau diese Menschen zu Wort: Mitarbeiter von NWS, die ihre Erfahrungen, Ideen und Erkenntnisse mit uns teilen. Wir wollen wissen, was sie antreibt und was wir alle von ihnen lernen können.
Wir beginnen unsere Interviewserie mit Sebastian Saemann, CEO der NETWAYS Managed Services.
Was ist deine Position bei NETWAYS Managed Services und wofür bist du zuständig?
Seit 2022 bin ich Geschäftsführer der NETWAYS Managed Services GmbH. Ich bin verantwortlich für den reibungslosen Betrieb und den strategischen Ausbau unserer Produkte aus den Bereichen Cloud und Managed Services. Dabei helfen mir glücklicherweise meine wunderbaren Kollegen aus den unterschiedlichen Teams. Insgesamt bin ich schon seit 2010 bei NETWAYS und durfte somit bereits über einen langen Zeitraum hinweg meinen Stempel aufdrücken und gestalten.
Wie hat sich deiner Meinung nach die Cloud-Landschaft in den letzten Jahren verändert?
Aktuell ist der laute Ruf nach mehr Souveränität und Datenschutz – ausgelöst durch aktuelle politische Entscheidungen und Ereignisse – sicherlich einer der treibenden Einflüsse auf die aktuelle Cloud-Landschaft. In den Jahren zuvor waren es meiner Meinung nach vor allem der immer höher werdende Grad an Automatisierung und die daraus resultierende erhöhte Komplexität. Es werden hohe Anforderungen an die Flexibilität, Sicherheit und Stabilität der darunterliegenden Infrastruktur gestellt.
Welche persönliche Erfahrung oder Überzeugung hat deine Sicht auf Technologie besonders geprägt?
Bereits in meiner Jugend kam ich mit Open Source in Berührung und bin seitdem überzeugter Verfechter. Nach wie vor begeistern mich die Qualität und die Möglichkeiten, Software einzusetzen, sowie die Arbeit der unterschiedlichsten Open-Source-Communities.
Welche Vorteile siehst du für Kunden, wenn sie auf die Cloud setzen, statt auf eigene Infrastruktur?
Es gibt für beide Optionen Vor- und Nachteile. Eine flexible und stabile IT-Infrastruktur professionell zu betreiben, ist jedoch keine Sache, die man nebenbei erledigt. Dafür braucht man ein erfahrenes Team, Know-how, Zeit und insbesondere zum Start finanzielle Mittel. Genau darauf greift man zurück, wenn man sich Ressourcen bei einem Cloud-Anbieter kauft.
Wie wichtig ist das Thema Datenschutz, Datensouveränität und deutsche Rechenzentren für die Cloud heutzutage?
Wie bereits erwähnt, ist es heutzutage wichtiger denn je, geeignete Maßnahmen für Datensouveränität und Datenschutz zu ergreifen, wenn das eigene Kerngeschäft davon abhängig ist. Vergangene Ereignisse wie die Abhängigkeit bei der Herstellung von Masken und Medikamenten während der Corona-Pandemie, die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl während des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine oder die Abhängigkeit von US-Softwarefirmen und der weniger verlässlichen US-Administration sind nur einige Beispiele. Letztendlich muss jeder die eigene Größenordnung und Kritikalität selbst bewerten und daraus Schlüsse ziehen. Für mich ist digitale Souveränität sehr wichtig, doch vieles funktioniert im Detail ohne verlässliche Partner nicht.
Wie stellt NETWAYS Managed Services sicher, dass alle Cloud-Lösungen den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen?
Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit sind die Grundpfeiler des Betriebs von Cloud- und IT-Services. Sie sind von entscheidender Bedeutung für das Vertrauen unserer Kunden in uns. Als Unternehmen sind wir ISO-27001-zertifiziert. Auch unsere Rechenzentrumsstandorte wurden unter anderem nach diesem Kriterium ausgewählt.
Welche Rolle spielt Transparenz gegenüber Kunden in puncto Security und Compliance?
Transparenz ist uns sehr wichtig. Nicht nur im Kontext von Sicherheit und Compliance. Wir sind immer bemüht um eine offene und vertrauensvolle Kommunikation.
Welche technologischen Trends werden deiner Meinung nach die nächsten Jahre in der Cloud-Welt prägen?
Künstliche Intelligenz, Kubernetes und Multi-Cloud-Strategien.
Wie siehst du den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Cloud- und Managed-Service-Angebote?
Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben. Die Geschwindigkeit, mit der diese Technologie adaptiert wird und mit der immer leistungsfähigere neue Modelle entwickelt werden, ist beeindruckend. Deshalb bieten wir bereits seit Längerem GPUs in unserer Cloud und Managed Kubernetes-Clustern an. Neu hinzugekommen sind unter anderem unsere Managed AI Models, die effizient nach verbrauchten Tokens abgerechnet werden können.
Was ist dein größtes Ziel im Bereich Cloud & Managed Services für die nächsten 3 Jahre?
Kurz und knapp: Wachstum. Wir haben in der Vergangenheit viele gute Grundlagen und hervorragende Produkte geschaffen und arbeiten jeden Tag hart daran, sie noch besser zu machen. In den nächsten Jahren muss diese Arbeit sichtbarer gemacht werden, damit wir noch mehr Kunden von uns und unseren Produkten überzeugen können.





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