Die wichtigsten Tools für den Start in Kubernetes

22 Oktober, 2025

Nadine Kustos
Nadine Kustos
Marketing Manager

Nadine unterstützt seit Mai 2025 das NETWAYS Managed Service Team. Als Marketing Managerin kümmert sie sich um die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten, um die Produkte optimal am Markt zu positionieren. Auch in ihrer Freizeit darf der kreative Ausgleich nicht fehlen: Neben der Fotografie und dem Tanzen, zählen auch das Malen, Basteln und Sport zu ihren Hobbies.

von | Okt. 22, 2025

Wenn du gerade in die Welt von Kubernetes einsteigst, kann die Vielzahl an Tools und Begriffen schnell überwältigend wirken. Doch mit den richtigen Werkzeugen gelingt dir der Einstieg deutlich einfacher: von der lokalen Entwicklung bis zum produktiven Cluster. In diesem Artikel stellen wir dir die wichtigsten Kubernetes-Tools vor, mit denen du effizient, sicher und skalierbar arbeiten kannst.

kubectl: Dein wichtigstes Steuerungswerkzeug

Ohne kubectl läuft in Kubernetes nichts. Es ist das offizielle Kommandozeilen-Tool, mit dem du direkt mit deinem Cluster kommunizierst. Mit kubectl können Kubernetes-Cluster konfiguriert und verwaltet, Workloads gemanagt, mit Containern interagiert, Deployments in einem Cluster durchgeführt sowie Fehler behoben werden.

Warum du es brauchst:

  • Direkte Kontrolle über dein Cluster
  • Ideal für erste Tests und Lernzwecke
  • Unterstützt Automatisierungen über Skripte

minikube oder kind: Kubernetes lokal testen

Bevor du in der Cloud arbeitest, lohnt es sich, einen Test auf deinem Laptop durchzuführen. Mit minikube und kind (Kubernetes in Docker) kannst du lokale Cluster in wenigen Minuten starten.

minikube ist ein Tool, das es ermöglicht, einen Single-Node-Kubernetes-Cluster in einem Container oder einer VM auf dem lokalen Computer zu betreiben. Die Vereinfachung der Ausführung eines Kubernetes-Clusters, das Experimentieren mit Kubernetes sowie die Entwicklung von Kubernetes-basierten Anwendungen zählen zu den Hauptzwecken von minikube.

Vorteile minikube:

  • Einfacher Einstieg
  • Unterstützt verschiedene Hypervisoren
  • Perfekt zum Ausprobieren neuer Konfigurationen
  • Bringt einige Addons mit, wie z.B. Headlamp, Kubernetes Dashboard gAdvisor

kind ist ein Tool, mit dem sich ein Kubernetes-Cluster lokal unter Verwendung von Docker-Container-Nodes ausführen lässt. Im Gegensatz zu minikube läuft kind nur in einem Docker-Container und ermöglicht den Betrieb von Multi-Node-Clustern. Die Entwicklung von kind sollte ursprünglich die Entwicklung von Kubernetes selbst erleichtern. Daher unterstützt es auch das Erstellen von Kubernetes-Releases direkt aus dem Kubernetes-Quellcode.

Vorteile kind:

  • Startet schnell in Docker-Containern
  • Ideal für CI/CD-Pipelines
  • Weniger Ressourcenverbrauch
  • 1:1 das gewünschte Verhalten des Kubernetes-Projekts aufgrund des „offiziellen Charakters“

Helm: Der Paketmanager für Kubernetes

Helm ist ein Paketmanager für Kubernetes, der die Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen vereinfacht. Anstatt viele separate Konfigurationsdateien manuell zu erstellen und zu pflegen, bündelt Helm alles, was für eine Anwendung benötigt wird, in einem einzigen, wiederverwendbaren Paket – dem sogenannten Helm Chart. Mithilfe der Charts kannst du komplexe Anwendungen (z. B. Prometheus, Grafana oder NGINX) mit nur einem Befehl installieren.

Deine Vorteile:

  • Spart enorm viel Zeit bei der Bereitstellung
  • Ermöglicht Versionierung und Reproduzierbarkeit
  • Ideal für den produktiven Einsatz

kubectx: Schneller Cluster- und Namespace-Wechsel

Wenn du mit mehreren Clustern oder Namespaces arbeitest, ist kubectx dein bester Freund. Damit kannst du blitzschnell zwischen Umgebungen wechseln, ohne lange Befehle eingeben zu müssen.

Vorteile:

  • Spart Zeit
  • Reduziert Tippfehler
  • Ideal für Multi-Cluster-Setups

Devspace: Kommandozeilen-Tool

Devspace ist ein Tool für die Kommandozeile, das zahlreiche Funktionen bietet, um die Arbeit mit Containern in Kubernetes-Clustern zu erleichtern.  Devspace verfügt auch über eine kleine Benutzeroberfläche, die hauptsächlich aus einem Terminal zur Ausführung von Befehlen besteht. Es ist ein Client-Only-Tool, das kube-context verwendet, um mit Kubernetes-Clustern zu kommunizieren – ähnlich wie kubectl.

Vorteile:

  • Bietet zahlreiche Funktionen
  • Erleichterung der Arbeit mit Containern in Kubernetes-Clustern
  • Arbeit mit jedem lokalen oder Cloud-basierten Kubernetes-Cluster möglich

Tilt: Dein Tool zum Builden und Deployen

Tilt ist ein Tool zum Erstellen und Bereitstellen von Containern in einem Kubernetes-Cluster. Es überwacht Codeänderungen, die einen Rebuild der Container auslösen. Diese werden dann automatisch in dein Kubernetes-Cluster deployt. Tilt konzentriert sich insbesondere auf Anwendungen, die aus vielen Containern bestehen und komplexe Abhängigkeiten aufweisen, die sich nur schwer gemeinsam debuggen lassen.

Vorteile:

  • Erleichtert das Deployen von Containern
  • Gibt Einblicke in laufende Container
  • Besonders für komplexe Abhängigkeiten geeignet

Garden: DevOps-Tool Deployen für Entwicklung, Test und Produktion

Garden vereinfacht das Deployen von Containern für Entwicklung, Test und Produktion zu Kubernetes. Es kann Codeänderungen überwachen und nur die geänderten Komponenten redeployen. Das Tool bietet außerdem Funktionen zum Streamen von Logs von in einem Kubernetes-Cluster laufenden Containern und ermöglicht die Kombination von Diensten, die in verschiedenen Umgebungen ausgeführt werden.

Vorteile:

  • Deployed Container in bestehende Kubernetes-Cluster
  • Automatisches Rebuilding, Testen und Deployen nach Änderung
  • Erleichtert Testen von Features in einer isolierten Umgebung

Prometheus & Grafana: Monitoring für dein Cluster

Sobald deine Anwendungen laufen, möchtest du natürlich wissen, wie gut sie laufen. Prometheus ist das Standard-Tool für Metriken in Kubernetes. Grafana visualisiert diese Daten in übersichtlichen Dashboards.

Prometheus bietet:

  • Echtzeit-Monitoring von Pods, Nodes und Containern
  • Alarmierungen bei Überschreitung von Schwellenwerten
  • Integration in viele Cloud-Dienste

Grafana ergänzt:

  • Flexible Dashboards
  • Übersichtliche Visualisierungen
  • Perfekte Grundlage für Observability

Fazit: Mit den richtigen Tools gelingt dein Kubernetes-Start

Der Einstieg in Kubernetes kann auf den ersten Blick komplex wirken, schließlich geht es um Container, Cluster, Deployments und viele neue Begriffe. Doch mit den richtigen Tools an deiner Seite wird aus der Herausforderung schnell eine spannende Lernreise. Die genannten Tools bilden deinen persönlichen Kubernetes-Werkzeugkasten: Sie sind praktisch, erweiterbar und perfekt für den Start geeignet. Wenn du sie beherrschst, wird du schnell merken, wie mächtig und flexibel Kubernetes wirklich ist.

Tipp zum Abschluss: Starte klein, probiere viel aus und dokumentiere deine Schritte. So baust du Stück für Stück dein Wissen auf und legst den Grundstein für stabile, skalierbare und moderne Anwendungen.

Managed Kubernetes – stressfrei in die Cloud starten

Wenn du den Einstieg in Kubernetes noch einfacher gestalten möchtest, kann Managed Kubernetes eine echte Erleichterung sein. Wir übernehmen gerne die komplexe Cluster-Verwaltung, Sicherheitsupdates, Backups und Skalierung für dich, sodass du dich voll und ganz auf deine Anwendungen konzentrieren kannst.

Deine Vorteile im Überblick:

  • Keine zeitaufwändige Cluster-Administration
  • Automatische Updates und Sicherheitspatches
  • Skalierung nach Bedarf ohne manuellen Aufwand
  • Schnellere Time-to-Market für neue Projekte

Mit Managed Kubernetes kannst du sofort loslegen, ohne dich um die tiefen technischen Details kümmern zu müssen. Das ist ideal, wenn du effizient arbeiten und gleichzeitig die Vorteile von Kubernetes nutzen willst. Kontaktiere uns gerne für ein erstes kostenfreies Beratungsgespräch.

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