Checkliste: Sicherheit für deine Cloud-Infrastruktur

1 Oktober, 2025

Nadine Kustos
Nadine Kustos
Marketing Manager

Nadine unterstützt seit Mai 2025 das NETWAYS Managed Service Team. Als Marketing Managerin kümmert sie sich um die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten, um die Produkte optimal am Markt zu positionieren. Auch in ihrer Freizeit darf der kreative Ausgleich nicht fehlen: Neben der Fotografie und dem Tanzen, zählen auch das Malen, Basteln und Sport zu ihren Hobbies.

von | Okt. 1, 2025

Mit einer klaren Strategie und kontinuierlichen Maßnahmen lässt sich deine Cloud-Infrastruktur sicher gestalten. Mit unserer Checkliste behältst du alle wichtigen Sicherheitsaspekte im Blick.

Zugang und Authentifizierung absichern

  • Starke Passwortrichtlinien umsetzen: Komplexe, einzigartige Passwörter und regelmäßige Aktualisierungen sind Pflicht.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Dies ist eine zusätzliche Schutzebene, die selbst bei gestohlenen Passwörtern unbefugten Zugriff verhindert.
  • Zero-Trust-Prinzip anwenden: Jeder Zugriff wird geprüft, unabhängig davon, ob er aus dem internen oder externen Netzwerk kommt.

Rechte und Berechtigungen minimal halten

  • Least-Privilege-Prinzip umsetzen: Jeder Nutzer erhält nur die Zugriffsrechte, die er für seine Aufgaben benötigt.
  • Regelmäßige Berechtigungsprüfungen durchführen, um veraltete oder unnötige Zugriffe schnell zu entfernen.
  • Zeitlich begrenzte Zugriffe einsetzen: Sensible Berechtigungen nur für den konkreten Bedarf freischalten.

Netzwerk- und Infrastrukturschutz stärken

  • Netzwerk segmentieren: Kritische Systeme in separaten Zonen betreiben, um Angriffswege zu verkürzen.
  • Firewalls und Intrusion-Detection-Systeme einsetzen, um unerwünschten Traffic zu blockieren und verdächtige Aktivitäten zu erkennen.
  • VPNs und sichere Protokolle verwenden: Datenübertragungen nur über verschlüsselte Verbindungen zulassen.

Daten sichern und schützen

  • Verschlüsselung im Ruhezustand und bei der Übertragung: Sensible Informationen sollten jederzeit verschlüsselt werden, wobei die Schlüssel sicher verwaltet werden müssen.
  • Ein sicheres Schlüsselmanagement sollte implementiert werden, beispielsweise durch die Nutzung von Hardware-Sicherheitsmodulen oder zentralen KMS (Key Management Service).
  • Regelmäßige Backups und Wiederherstellungstests sollten durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Daten im Notfall schnell wiederherstellbar sind.

Überwachung und Transparenz gewährleisten

  • Ein zentrales Log-Management sollte eingerichtet werden, um alle sicherheitsrelevanten Ereignisse an einer Stelle zu sammeln.
  • Echtzeit-Monitoring nutzen, um auffällige Aktivitäten sofort zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • Besonders privilegierte Konten sollten stets im Blick behalten werden und Administratorenaktivitäten sollten gesondert protokolliert werden.

Sicherheitsbewusstsein im Team fördern

  • Regelmäßige Schulungen zu den Themen Phishing, Social Engineering und sichere IT-Nutzung sensibilisieren die Mitarbeiter.
  • Realistische Phishing-Tests durchführen, um Schwachstellen im Verhalten zu erkennen und gezielt zu beheben.

Compliance und Standards einhalten

  • Relevante Normen und Vorschriften identifizieren (zum Beispiel die DSGVO, ISO 27001 oder branchenspezifische Anforderungen).
  • Prozesse regelmäßig auf Konformität prüfen und Sicherheitsrichtlinien mit gesetzlichen Vorgaben abgleichen.

Notfallmanagement etablieren

  • Erstelle einen Incident-Response-Plan, in dem du klare Zuständigkeiten, Kommunikationswege und Handlungsanweisungen definierst.
  • Frühwarnsysteme einsetzen: Aktiviere automatische Benachrichtigungen bei verdächtigen Ereignissen.
  • Notfallübungen durchführen: Simuliere den Ernstfall realistisch, um Abläufe zu testen.

Schwachstellen proaktiv beheben

  • Regelmäßige Sicherheits-Scans durchführen, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
  • Penetrationstests sollten eingeplant werden, um Systeme gezielt auf Angreifbarkeit zu prüfen.
  • Sicherheitsmaßnahmen sollten schon in der Entwicklung eingebaut werden – nach dem „Shift-Left“-Ansatz für eine frühzeitige Absicherung.

Cloud-Anbieter sorgfältig auswählen

  • Sicherheitszertifikate prüfen und nachweisbare Standards wie ISO 27001 verlangen.
  • Das Shared-Responsibility-Modell verstehen und klar definieren, welche Sicherheitsaspekte beim Anbieter und welche im eigenen Verantwortungsbereich liegen.

Multi-Cloud-Umgebungen absichern

  • Zentrale Sicherheitsrichtlinien umsetzen: Einheitliche Standards für alle Cloud-Plattformen.
  • Integration von Sicherheitslösungen: Tools und Überwachungssysteme miteinander verbinden, um Lücken zu vermeiden.

Fazit

Mit dieser Checkliste legst du den Grundstein für eine umfassend abgesicherte Cloud-Infrastruktur. Die Kombination aus technischen Schutzmechanismen, klaren Prozessen und geschulten Mitarbeitern reduziert Risiken deutlich und sorgt für ein hohes Sicherheitsniveau – egal, ob du eine oder mehrere Cloud-Plattformen betreibst.

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