Unser beliebter S3-kompatibler Object Storage – ideal für skalierbare Speicherung großer Datenmengen – ist ab sofort auch als Standalone Object Storage verfügbar.
Object Storage ist nicht neu im Portfolio von NETWAYS Web Services. Versierte User von NWS wissen, dass es Object Storage als Bestandteil der NETWAYS Cloud schon seit einigen Jahren gibt. Was ist also neu an der Standalone-Variante?
Object Storage bei NWS bekommt ein Upgrade – und zwar ein echtes.
Im Backend setzen wir weiterhin auf Ceph Rados Gateway (RGW, auch Ceph Object Gateway), aber durch die Trennung von OpenStack können wir nun deutlich mehr Features an unsere Kunden weitergeben.
User
Ein großer Wunsch unserer Kunden war beispielsweise die Möglichkeit, mehrere User-Accounts verwalten zu können, um so Zugriffe auf Buckets trennen zu können.
Im neuen Standalone Object Storage bilden User das zentrale Element eines Projekts. Alle weiteren Komponenten wie Keys, Buckets und Subuser hängen davon ab. Pro Projekt können maximal 10 User angelegt werden. Auf Wunsch können wir dieses Limit jedoch weiter erhöhen.
Subuser
Neu sind auch Subuser-Accounts. Ein Subuser ist immer einem Haupt-User zugeordnet und verwaltet dieselben Buckets wie dieser. Beim Erstellen eines Subusers kann man festlegen, welche Rechte der Subuser auf den Buckets des Haupt-Users haben soll. Es wird zwischen Leserechten, Schreibrechten, Lese-Schreib-Rechten und voller Berechtigung unterschieden.
User Quotas
Ein weiteres neues Feature sind Quotas für User. Damit lassen sich Speicherlimits festlegen. Standardmäßig gilt für einen User ein Limit von 50 GB, das sich auf bis zu 1000 GB erhöhen lässt. Auf Anfrage können wir das Limit noch weiter erhöhen. Das User-Quota berücksichtigt die Größe aller Daten in allen Buckets eines Users. Das Quota kann sowohl beim Anlegen eines Users gesetzt werden, als auch nachträglich über eine Update-Option. Subuser erben das Quota ihres Haupt-Users.
Bucket Quotas
Zusätzlich zum User-Quota gibt es nun auch Bucket-Quotas. Wichtig zu wissen ist, dass durch das Setzen eines Bucket-Quotas das Speicherlimit eines User-Quotas nicht erweitert wird. Das Speicherlimit kann damit nur weiter eingeschränkt werden. Standardmäßig ist das Bucket-Quota beim Erstellen von Buckets unlimitiert – es greift also (sofern gesetzt) nur das User-Quota.
Wie beim User-Quota kann das Bucket-Quota nachträglich angepasst werden.

Object Locking
Buckets lassen sich jetzt direkt in MyNWS erstellen. Dabei kann optional Object Locking für den neuen Bucket aktiviert werden. Durch die Aktivierung wird automatisch auch Versioning aktiviert.
Object Locking kann nur beim Erstellen von Buckets aktiviert werden und lässt sich später auch nicht mehr deaktivieren. Mit Object Locking können weitere Features wie Retention und Legal Hold genutzt werden. Diese Features ermöglichen das schreibgeschützte Speichern von Objekten, um sie vor Änderungen oder Löschung zu schützen.
Keys
Wir haben in MyNWS auch eine Verwaltungsmöglichkeit für Keys eingebaut. Es lassen sich Keys für die beiden Protokolle S3 und Swift erstellen.
Ein User bzw. Subuser kann beliebig viele Keys besitzen. Den Secret Key sollte man sich immer gleich notieren bzw. im Passwortmanager seines Vertrauens ablegen. In MyNWS wird er nämlich nur einmalig nach dem Erstellen angezeigt.
Virtual Hosted Style
In Bezug auf S3 gibt es eine weitere Neuerung: das Standalone-Produkt unterstützt den Virtual-Hosted-Style.
Bisher boten wir nur den Path-Style an, der mittlerweile als „deprecated“ gilt.
Virtual-Hosted- statt Path-Style bedeutet, dass der Bucket-Name in Requests an die Object Storage S3-API nicht mehr im URL-Pfad, sondern als Subdomain angegeben wird. Ein Bucket ist also unter „mein-bucket.storage.netways.cloud“ erreichbar. Bei OpenStack bleibt es vorerst beim Path-Style (z.B. „rgw1.netways.de/mein-bucket“).
Docs
Zu guter Letzt lohnt sich ein Blick in unsere Dokumentation: Dort gibt es jetzt eine neue Sektion für Object Storage mit vielen Praxisbeispielen für die Nutzung einiger S3- und Swift-Clients sowie der Python-Bibliothek Boto3. Code-Snippets und Use-Case-Beispiele erleichtern die Orientierung in der Object-Storage-Welt. Zudem werden dort auch erweiterte Features und Konzepte wie Retention und Legal Hold genauer erläutert.

Verfügbarkeit und Preise
Unser neues Object Storage steht ab sofort zur Verfügung – auf MyNWS kann man also jederzeit damit loslegen.
Die Abrechnung erfolgt wie bei OpenStack und Kubernetes stündlich auf monatlicher Basis. Dabei werden der ein- und ausgehende Traffic sowie der belegte Speicherplatz berechnet. Die Stunden- und Monatspreise für Traffic und Object Storage findest du hier.
Wenn du Fragen zu Object Storage hast, kannst du dich gerne einfach über den MyEngineer® bei uns melden.
Fazit: Dein Speicher, Deine Regeln
Mit dem neuen Standalone Object Storage bieten wir dir mehr Kontrolle, mehr Flexibilität und mehr Möglichkeiten – ganz ohne Abhängigkeit von weiteren Cloud-Komponenten. Ob für einzelne Projekte, große Teams oder komplexe Anwendungen: Du bestimmst, wie dein Object Storage genutzt wird. Alles bequem über MyNWS, mit fein justierbaren Berechtigungen, Quotas und modernen Features wie Object Locking.
Bereit, deine Dateninfrastruktur aufs nächste Level zu heben? Dann probier’s aus – wir sind gespannt, was du daraus machst.





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